Enterprise Architektur Management für eine komplexe Welt
Die Kernidee
Agiles EAM verbindet klassische Architektur-Frameworks mit agilem Mindset
und agilen Methoden.
Es bleibt strategisch, wird aber iterativer, kundenorientierter und näher an
konkreten Ergebnissen.
Kurz gesagt: Architekturarbeit muss mit modernen, agilen Unternehmen Schritt
halten
Wo stehen Unternehmen heute?
Moderne Unternehmen bewegen sich innerhalb des Cynefin-Framework meistens in komplizierten oder komplexen
Umfeldern.
Kompliziert oder komplex?
Kompliziert
Ursache und Wirkung sind analysierbar
Gründliche Analyse findet die richtige Lösung
Klassische Frameworks können gut funktionieren
Komplex
Zusammenhänge zeigen sich erst durch Ausprobieren
Lösung und Feedback bedingen sich gegenseitig
Flexible Leitlinien wirken besser als starre Vorgaben
Agiles EAM ist Enterprise Architektur Management für eine komplexe Welt
Wie erkennt man eine komplexe Welt?
Neue Vorgehensweisen und Strukturen tauchen unerwartet auf
Was in der Vergangenheit funktioniert hat, muss heute nicht mehr funktionieren
Ergebnisse von Vorhaben sind selbst bei gleichen Ausgangsbedingungen nicht sicher vorhersehbar
Lernen und Verbessern erfolgt durch Ausprobieren
Zwischen Ergebnissen und Anforderungen bestehen Rückkopplungen
Die Dinge ändern sich schnell
Vier Leistungsfelder
Governance
Verwaltungsstrukturen, Operating Model, Bebauungsplanung und EA-Assets.
Prozesse
Automatisierung und Optimierung von Geschäftsprozessen.
Technologie
Modernisierung, Transformation und Zielbilder für die IT-Landschaft.
Neue Möglichkeiten
Neue Geschäftsfelder und technologische Optionen erschließen.
Was braucht eine EA-Organisation?
Flexible Organisationsstruktur, passend zur Unternehmenssituation
Gutes Verständnis der Umgebung, nicht nur der IT
Flexible Unternehmensarchitektur, die mit Alt und Neu umgehen kann
Ausgeprägte Kommunikation zwischen Management, Fachbereichen und Technik
Architektur ist Kommunikation.
Agiles EAM
Bewährte Bausteine aus klassischen Frameworks (z.B.: TOGAF) + Agiles Mindset und Agile Methoden = Agiles EAM
Iterativ, kundenorientiert, wertorientiert
Was bringt EAM?
Transparenz über Technologien, Prozesse und Veränderungen
Effizienz durch zielgerichtete Umsetzung von Strategien
Evidenzbasierte Entscheidungen für IT-Management und Projekte
Strategische Planung für Anwendungen, Schnittstellen und Strukturen
Neue Geschäftsmöglichkeiten durch Technologie und Architektur
Mindset: Kundenbedürfnisse
Agile Architekturarbeit richtet sich an mehreren Kundengruppen aus:
Unternehmen: langfristig stabile und bezahlbare Systemlandschaft
Projekte: schnelle Umsetzung konkreter Vorhaben
Endkunden: möglichst preisgünstige und gute Produkte
Mindset: Ergebnis zählt
Ein Enterprise Architekt ist im agilen Umfeld nicht nur Berater, sondern
Mitgestalter der Systemlandschaft. Es zählt nicht das schönste Bild einer Systemlandschaft. Sondern die beste Systemlandschaft.
Mindset: Conway’s Law
Organisationsstrukturen und Systemstrukturen müssen kompatibel sein, damit sie
sich gegenseitig begünstigen.
Methodik
Agiles EAM beginnt dort, wo der Bedarf im Unternehmen am größten ist.
Application Portfolio Management kann im ersten Schritt eine einfache
Excel-Tabelle sein. Wenn Nutzen und Bedarf wachsen, kann daraus schrittweise eine umfassende EAM-Suite werden.
Das Prinzip ist: gut ist gut genug.
Methodik: Sprints mit iterativer Verbesserung
Agiles EAM entwickelt Disziplinen weiter, baut sie aus oder nimmt sie zurück,
wenn sie keinen zusätzlichen Nutzen mehr bringen.
Methodik: Ein EAM-Sprint in aller Kürze
Orientierung
Standortbestimmung
Organisatorische Rahmenbedingungen
Gemeinsame Sprache
Wirkung
Konkrete Ergebnisse schaffen
Fortschritt messen
Review und Anpassung
Methodik: Gemeinsame Sprache
Eine gute Unternehmensarchitektur übersetzt zwischen Management,
Fachbereichen, Entwicklung und Betrieb.
Methodik: Konkrete Ergebnisse
In jedem Sprint sollten messbare Fortschritte für die aktuellen Ziele erreicht
werden.
Erfolgsfaktoren
Am Bedarf des Unternehmens ausrichten
Das große Ganze im Blick behalten
Pragmatische und zeitnahe Lösungen liefern
Nutzen messen, sichtbar machen und kommunizieren
Operatives Geschäft und strategische Planung verzahnen
Methoden regelmäßig reviewen und anpassen
Wer macht agiles EAM?
In kleineren Unternehmen oft IT-Leitung, CIO oder bestehende Teams
In größeren Unternehmen dedizierte Enterprise Architekten
Solution Architects, Fachbereiche, Data Analysts und Projektmanagement wirken mit
Faustregel: Ein Vollzeit-EA pro 10.000 Mitarbeitende
Fazit
Agiles EAM kann klein starten, mit dem Unternehmen wachsen und bei belegtem
Nutzen immer bedeutender werden.